Sonderausstellungen


Aktuelle Sonderausstellung im Stadt- und Waagenmuseum: "Puppen bitten zu Tisch"

Das Modellbau-Team Chemnitz um Karin Neubauer zeigt in einer Welt der Miniaturen zahlreiches Puppengeschirr für Kinderhände, welches mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten in Szene gesetzt ist. Dieses Geschirr ist von seiner Form und vom Material her ein wirkliches Abbild des Geschirrs aus der Küche der Erwachsenen. Vom Kupfergeschirr in einer Rauchfangküche über Geschirr aus Weißblech, Glas, Holz, Kunststoff, Messing, Porzellan, Ton und Zinn bis hin zu Edelstahltöpfen in einer moderne Küche en miniature wird eine Entwicklungsgeschichte des Küchengeschirrs erzählt.

 

In den ausgestellten Szenen, Puppenküchen, Puppenstuben und Kaufmannsläden nehmen große und kleine Puppen ihre Mahlzeiten ein. Eine Hochzeitsgesellschaft mit Porzellan-Sammlerpuppen kann man dabei beobachten, wie sie das köstlich kalte Buffet genießt. Die Tischlein sind gedeckt und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Jedes Messer und jeder Teller auf dem Tisch, jedes Glas Marmelade im Regal, sogar der Nachttopf unterm Bett wurden per Hand einzeln an Ort und Stelle gebracht. Da kann das Decken eines Tisches schon mal mehr als eine halbe Stunde dauern. "Zittern darf man dabei nicht.", sagt die Chemnitzerin.

 

Die Sammelleidenschaft begann für Karin Neubauer schon in der Kindheit, als sie ein eigenes Puppenhaus besaß. "Leider wurde das nach meiner Jugendweihe einfach weggegeben", erinnert sie sich. "Mit meinem Hobby habe ich mir die Erinnerungen zurückgeholt." Was sich bei ihr in den vergangenen 40 Jahren angesammelt hat, passt in kein Kinderzimmer mehr, nicht einmal in eine komplette Wohnung. Wie viele Einzelteile das sind, hat die Chemnitzerin nicht gezählt. "Es müssten Tausende sein", schätzt sie. "Das sind alles individuell zusammengestellte Szenen aus dem Alltag. Und es ist gleichzeitig eine Zeitreise, denn es gibt Wohnungen verschiedener Epochen zu sehen."

 

Die Sonderausstellung „Puppen bitten zu Tisch“ ist bis zum 01.11.2020 zu sehen. Das Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum freut sich auf viele kleine und große Besucher, die die Welt der Miniaturen lieben.

 

Beim Besuch des Museums und der Sonderausstellung ist auf die derzeit gültigen Hygienevorschriften zu achten und die Abstandsregelungen sind einzuhalten.


Die Puppen bitten in den Herbstferien im Museum Oschatz letztmalig zu Tisch

Alle die, die Sonderausstellung „Puppen bitten zu Tisch“ im Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum noch nicht gesehen haben, sollten die bevorstehenden Herbstferien noch zu einem Besuch nutzen, bevor die Ausstellung am 01.11.2020 endet.


Neue Sonderausstellung ab 14.11.2020 im Stadt- und Waagenmuseum

„Die Welt der Hummelfiguren in der Winterzeit“

 

Eine Sammlung der weltweit bekannten und von Liebhabern geschätzten Hummelfiguren der Porzellanfabrik W. Goebel präsentiert die Familie Zipf aus Wettin-Löbejün ab 14.11.2020 in der neuen Sonderausstellung im Stadt- und Waagenmuseum Oschatz. Die über 200 ausgestellten Figuren wurden mit viel Leidenschaft von Birgit Zipf (1956 - 2008) einst zusammen getragen.

 

Sie gehen auf Zeichnungen der Franziskanerin Maria Innocentia Hummel (1909-1946) zurück.

Aus ihrer großen Liebe zu Kindern entstanden Zeichnungen von spielenden Kindern, von Freunden aus vergangenen Tagen und jenen, die zum Spielen in den Klostergarten kamen.

 

1934 erhielt Franz Goebel die Lizenz, die Zeichnungen in Figuren umzusetzen. Die ersten Kleinplastiken wurden 1935 herausgegeben und sind seit dem Sinnbilder für unbeschwerte Kindertage. „Ich will nur Freude machen“, schrieb die Künstlerin M.I. Hummel einst und wirkt in diesem Sinne bis heute weiter.

 

Themen, wie der erste Schultag, verschiedene Berufsgruppen, Tierfreuden, die vier Jahreszeiten, Winterfreuden und noch viel mehr werden in der Ausstellung in Oschatz in Szene gesetzt. Es wird ein Einblick in die Schönheit und Vielfalt der kleinen Kinderfiguren gegeben, welche ländliche Idylle zeigen und etwas Bezauberndes an sich haben.

 

Die Sonderausstellung „Die Welt der Hummelfiguren in der Winterzeit“ ist bis zum 07.03.2021 zu sehen und soll allen Besuchern ganz im Sinne ihrer Schöpferin M.I. Hummel beim Betrachten viel Freude machen.