Sonderausstellungen


Neue Sonderausstellung "Geheime Einblicke - Die Stasi in Oschatz" vom 6.7. bis 29.9.2019

Die Augen und Ohren der etwa 91.000 hauptamtlichen Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes der DDR waren überall. Wo sich Lücken auftaten, wurden sie von nicht weniger als 189.000 Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) unterstützt. Wie die Stasi im Kreis Oschatz gearbeitet hat, darüber berichtet die Sonderausstellung „Geheime Einblicke – Die Stasi in Oschatz“ vom 06.07. bis 29.09.19 im Stadt- und Waagenmuseum.

Das „Ministerium für Staatssicherheit“ deckte die DDR mit einem dichten Netzwerk an Dienststellen ab. Es überwachte auch in Oschatz streng sämtliche Gesellschaftsbereiche, u.a. Betriebe, Schulen und Kirchen. Die MfS-Mitarbeiter fertigten Berichte über das Verhalten von Freunden, Kollegen und sogar der eigenen Familie, über die Stimmung in der Gesellschaft und über sicherheitsrelevante Fakten aller Art aus ihrem persönlichen oder beruflichen Umfeld an. Einen Einblick in solche geschriebenen Berichte gibt die Ausstellung. 

Außerdem wird über den Aufbau und die Arbeit der Kreisdienststelle Oschatz, welche für den damaligen Kreis Oschatz zuständig war, sowie deren Auflösung 1989 berichtet. Sogenannte konspirative Wohnungen, welche als geheime Trefforte für Inoffizielle Mitarbeiter dienten, gab es in Oschatz in hoher Zahl. Ein Stadtplan zeigt, wo diese Wohnungen im Stadtgebiet überall verteilt waren. 

Ergänzt wird die Ausstellung mit zahlreichen technischen Objekten, die der Stasi zur Observation verdächtiger Personen dienten. Abhörtelefone, Kassettenaufnahmegeräte, Wanzen mit magnetischem Mikrofon, diverse Taschen und ein Aktenkoffer mit versteckten Kleinbildkameras, ein komplett ausgestatteter Maskierungskoffer, eine Geruchskonserve und vieles andere mehr sind Beispiele dafür, wie die Stasi die Bevölkerung überwacht hat. Die ausgestellten Exponate stammen aus der Sammlung vom „Bürgerkomitee Leipzig e.V. für die Auflösung der ehemaligen Staatssicherheit (MfS), Träger der Gedenkstätte Museum in der Runden Ecke mit dem Museum im Stasi-Bunker“.

Im Rahmen der Sonderausstellung bieten Mitarbeiter/Innen vom Stasi-Unterlagen-Archiv/Außenstelle Leipzig Bürgerberatungen an. Jeder hat das Recht Unterlagen des MfS einzusehen, die das Ministerium über die eigene Person angelegt hat. Interessierte erhalten die Möglichkeit, vor Ort einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen.


Säcke mit zerrissenen Stasi-Akten in der BStU Leipzig

Foto: D.Bach

Termine Sonderführungen:

 

09.08.2019 (Fr) - 17:00 Uhr

 

16.08.2019 (Fr) - 17:00 Uhr

 

27.08.2019 (Die) - 14:00 Uhr

 

01.09.2019 (So) - 15:00 Uhr& 16:00 Uhr

 

03.09.2019 (Die) - 14:00 Uhr

 

08.09.2019 (So) - 14:00 Uhr& 15:30 Uhr

 

17.09.2019 (Die) -14:00 Uhr

 

24.09.2019 (Die) - 14:00 Uhr

 

Um Voranmeldung wird gebeten!

 

Termine Beratung BStU:

 

30.07.2019 (Die) - 13:00-17:00 Uhr

 

06.08.2019 (Die) - 13:00-17:00 Uhr

 

27.08.2019 (Die) - 13:00-17:00 Uhr

 

03.09.2019 (Die) - 13:00-17:00 Uhr

 

24.09.2019 (Die) - 13:00-17:00 Uhr

 

Voranmeldung nicht erforderlich!

 

Das Stasi- Unterlagen-Archiv (BStU) sorgt für die sichere Aufbewahrung, Nutzbarmachung und Bereitstellung aller Unterlagen des Ministeriums für Staatssicherheit (1950-1989). Jeder hat das Recht jene Unterlagen einzusehen, die das Ministerium über die eigene Person angelegt hat. Die Außenstelle Leipzig bietet im Rahmen der Sonderausstellung Bürgerberatungen an.

Mitarbeiter/Innen stehen für Fragen rund um die Antragsstellung zur Verfügung. Interessierte erhalten die Möglichkeit, vor Ort Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Hierfür ist die Vorlage eines gültigen Personaldokuments erforderlich



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