Sonderausstellungen


„Horch mal, was da klappert - Geschichten von Schreibmaschinen, Typen und Tasten"

Neue Sonderausstellung vom 21. April bis 17. Juni 2018 im Stadt- und Waagenmuseum Oschatz

Seit 21. April ist im Stadt- und Waagenmuseum Oschatz eine neue Sonderausstellung über einen technischen Gegenstand, ohne den über ein Jahrhundert hinweg kaum Büro, ein Kontor oder eine Kanzlei auskam und der heute beinahe vergessen scheint, zu besichtigen.

 

Die Schreibmaschine mit ihrem unverwechselbaren Klappern zeigte jedem schon von weitem hörbar an, wo ein Fräulein etwas schwarz auf weiß tippte. Damit sorgte zum Anfang des vorigen Jahrhunderts diese technische Errungenschaft für unzählige Frauen für den Einstieg ins Berufsleben.

 

Die Schreibmaschinen aus der Sammlung von Hartmut Finger machen mit zeittypischen Modellen die Entwicklung von den Anfängen der Industrieproduktion in 1870er Jahren bis zu deren Niedergang in den 1990er Jahren ihrer ganzen Spannbreite anschaulich. So beginnt diese Zeitreise mit seiner ältesten Schreibmaschine aus dem Jahr 1882 und findet ihren Abschluss mit einer elektronischen Bildschirmschreibmaschine von 1992. Für so manchen Besucher wird es wohl auch ein Wiedersehen mit einem einst vertrauten Arbeitsgerät.

 

In der Ausstellung wird aber auch gezeigt, dass es viele verschiedene Entwicklungen gab, was sich in einer ganzen Reihe von Modellen verschiedenster Hersteller und Schreibsysteme wiederfindet. Und dabei ist erkennbar, dass sich wesentliche Elemente der ersten Schreibmaschinen heute an jedem modernen PC wiederfinden. Man sieht aber auch, dass der Laptop bereits im Jahr 1915 einen Vorgänger in Form einer zusammenklappbaren Schreibmaschine hatte. Sie werden manche Überraschung erleben, oder wussten Sie, dass auch ein Oschatzer Schreibmaschinen entwickelt und hergestellt hat?

 

An einem Schreibarbeitsplatz aus den 1930er Jahren kann jeder Besucher selbst ausprobieren, wie man zu jener Zeit Texte für alle gut lesbar zu Papier brachte.

 

Ergänzt wird die Ausstellung mit Bildern, die mit einer Schreibmaschine „gemalt“ wurden.  Der Chemnitzer Künstler Robert Dörfler lässt aus Zahlen, Buchstaben, Satz-, Prozent- und Paragrafenzeichen Bauwerke, Landschaften und sogar Portraits entstehen. „Typewriter-Art“ nennt sich das Ganze, zu deutsch: Schreibmaschinen-Kunst.

 

Der Dahlener Sammler Hartmut Finger führt am Tag der Ausstellungseröffnung am 21. April, um 14 Uhr durch die Sonderausstellung und erzählt interessante „Geschichten von Schreibmaschinen, Typen und Tasten“.

 

Die Ausstellung ist vom vom 21.04. bis 17.06.2018 im Stadt- und Waagenmuseum Oschatz zu sehen.



weitere Sonderausstellungen im Jahr 2018

30. Juni bis 11. November 2018  "Drauf geschissen - Die Geschichte des stillen Örtchens"

Unter dem drastischen Titel „Drauf geschissen“ gibt es im Museum Oschatz eine Sonderausstellung zur Geschichte des stillen Örtchens, also rund um die Toilette. Fernab von jeder Ekelschau wird sich mit Seriosität aber natürlich auch einem Augenzwinkern der Thematik gewidmet. Was machte der Ritter auf dem Schlachtfeld, wenn er "mal musste"? Seit wann gibt es Toiletten? Von öffentlichen Badeanstalten der Antike, wo man beim „Geschäft“ gesellig beisammensaß, über Toilettenschränke bis zum Wasserklosett zeigt die Ausstellung so manchen Meilenstein der Entwicklungsgeschichte des eigentlich gar nicht ganz so stillen Örtchens

24. November 2018 bis 10. März 2019 "Modellbahnen und Miniaturwelten"

Mehrere Leihgeber zeigen ihre hauptsächlich kleineren Modellbahnanlagen und Miniaturmodelle. Ob nun die Winterlandschaft, die Bahn im Koffer und im Feuerlöscher oder die Anlage mit den originalgetreu nachgebauten Sehenswürdigkeiten der Stadt Oschatz – der Betrachter wird staunen, mit wie viel Liebe zum Detail diese Modelllandschaften gestaltet sind.